FAIR P(L)AY
Modellprojekt für faire Bezahlung im professionellen Theater für junges Publikum
Ermöglicht durch eine Förderung des Staatsministers für Kultur und Medien in Höhe von 1,5 Millionen Euro fördert die ASSITEJ in den Jahren 2025/2026 die Zahlung von Mindesthonoraren im professionellen Kinder- und Jugendtheater.
Die Förderung FAIR P(L)AY richtet sich an freie Theater für junges Publikum und Veranstaltungsorte bzw. freie Ensembles, die Theater für junges Publikum zeigen und mit freien Gruppen und/oder einzelnen freien Theatermacher*innen zusammenarbeiten. Alle Formen der Darstellenden Künste für junges Publikum wie Schauspiel, Musiktheater, Figuren- und Objekttheater, Tanz und Performance sowie Mischformen sind förderfähig.
Fördergrundsätze
Hier finden Sie die aktualisierten Fördergrundsätze für FAIR P(L)AY zum Download.
+++ Die Fördergrundsätze wurden am 31.03.2025 aktualisiert. +++
Aktuelles
Die Antragstellung für beide Förderrunden ist abgeschlossen. Es wird leider keine weiteren Förderrunden geben.
Die Jurysitzungen zur 2. Förderrunde fanden am 20. und 21.10.2025 statt. Alle Geförderten haben eine Rückmeldung erhalten.
Nun ist FAIR P(L)AY in der nächsten Phase: Über die regionalen Arbeitskreise werden kulturpoltische Veranstaltungen durchgeführt, damit Theater für junges Publikum stärker in den Fokus von öffentlichen Förderern rückt. Die Notwendigkeit der Zahlung von Mindesthonoraren wird dabei eine zentrale Rolle spielen.
Workshops für Freie Theaterschaffende in den Darstellenden Künsten für junges Publikum
Im Rahmen des Förderprojekts FAIR P(L)AY bietet die ASSITEJ im September 2026 Workshops für Freie Theaterschaffende in den Darstellenden Künsten für junges Publikum an. Die Workshops sind kostenlos, finden digital statt und werden von Expert*innen aus den jeweiligen Themenbereichen konzipiert und durchgeführt.
Alle Workshops werden jeweils zweimal mit dem gleichen Inhalt angeboten.
Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über das untenstehende Formular.
15.9., 9:30-12:30 Uhr | Alles ist Excel
Von und mit: Agentur für fast alles
Unser Workshop „Alles ist Excel“ richtet sich an diejenigen, die ihre Arbeit mit Kostenplänen, Finanzierungsplänen, Projektübersichten und einfachen Controlling-Tools verbessern möchten.
Es geht um Grundlagen und Logiken von Tabellen, Aufbau von Kosten- und Finanzierungsplänen, einfache Formeln, Sortierungen und Übersichten, Budgetkontrolle im Projektverlauf, Nachvollziehbarkeit für Abrechnung und Verwendungsnachweise sowie praktische Tipps für eine übersichtliche Projektverwaltung.
16.9., 14:00-17:00 Uhr | Zwischen Fair Pay und Projektbudget. Honorare kalkulieren, begründen und verhandeln
Von und mit: Anika Maßmann
Honorare festlegen, vor allem im Rahmen von Antragskalkulationen, fühlt sich für viele Kulturarbeitende erst einmal nach Raten an. Und bei der Orientierung an den Empfehlungen zu Honoraruntergrenzen, vergessen die meisten, dass es Untergrenzen sind. Dabei gibt es belastbare Methoden, um einen eigenen Stunden-, Tages- oder Wochensatz zu berechnen, der die eigene Lebensrealität tatsächlich abbildet. Dieser Workshop setzt deswegen bei der Frage an, was die eigene Arbeit kostet und wert ist. Neben der konkreten Kalkulation geht es um die strukturelle
Dimension von Honorarverhandlungen im Projektkontext: Was bedeutet „fair pay“ in der Kulturarbeit wirklich? Und wie können alle Beteiligten dazu beitragen?
Am Ende gibt der Workshop Teilnehmenden beides mit: Zahlen, mit denen sie arbeiten können, und Argumente, mit denen sie verhandeln können.
17.9., 14:00-17:00 Uhr | Selbstständig als Theaterschaffende*r: Steuern, Rechtsformen, Finanzplanung und Künstlersozialkasse – die Grundlagen für die unternehmerische Seite der Kunst
Von und mit: Alexa Jünkering
Die künstlerische Arbeit steht im Mittelpunkt – zugleich bewegen sich selbstständige Theaterschaffende in einem rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Rahmen. Das Webinar vermittelt praxisorientiertes Grundlagenwissen zu den wichtigsten Anforderungen der Selbstständigkeit: von steuerlichen Pflichten und dem
Umgang mit Einnahmen, Ausgaben und Gewinnen bis hin zur Bedeutung einer vorausschauenden Finanzplanung für die wirtschaftliche Stabilität des eigenen künstlerischen „Unternehmens“.
Ein weiteres Thema ist die Künstlersozialkasse (KSK): Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über das System der Künstlersozialversicherung, die Voraussetzungen der Versicherungspflicht, relevante Prüfverfahren sowie die Grundlagen der Künstlersozialabgabe für Verwerter künstlerischer Leistungen.
Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit den steuerlichen und wirtschaftlichen Anforderungen der Selbstständigkeit zu gewinnen und die eigene künstlerische Tätigkeit professionell zu führen.
18.9., 11:00-14:00 Uhr | Rechtsformen in der freien Kulturarbeit
Von und mit: Agentur für fast alles
Welche Rechtsformen kommen für Freischaffende und freie Zusammenschlüsse in der Kulturarbeit grundsätzlich infrage? Was unterscheidet Einzelunternehmer, Vereine, GbRs, UGs, gGmbHs und GmbHs voneinander? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich mit Blick auf Haftung, Verantwortung, Verwaltung, Förderfähigkeit, Gemeinnützigkeit und Zusammenarbeit? Welche typischen
Fehler treten bei der Wahl oder Nutzung von Rechtsformen auf?
Der Workshop bietet eine praxisorientierte Einführung in verschiedene Rechtsformen und ihre Bedeutung für freie künstlerische Arbeit. Anhand typischer Situationen aus der freien Szene werden Unterschiede, Fallstricke und Entscheidungskriterien sichtbar gemacht. Auch hier gilt: Der Workshop bietet Orientierung und Erfahrungswissen, ersetzt aber keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.
21.9., 9:30-12:30 Uhr | Alles ist Excel
Von und mit: Agentur für fast alles
Unser Workshop „Alles ist Excel“ richtet sich an diejenigen, die ihre Arbeit mit Kostenplänen, Finanzierungsplänen, Projektübersichten und einfachen Controlling-Tools verbessern möchten.
Es geht um Grundlagen und Logiken von Tabellen, Aufbau von Kosten- und Finanzierungsplänen, einfache Formeln, Sortierungen und Übersichten, Budgetkontrolle im Projektverlauf, Nachvollziehbarkeit für Abrechnung und Verwendungsnachweise sowie praktische Tipps für eine übersichtliche Projektverwaltung.
22.9., 15:00-18:00 Uhr | Zwischen Fair Pay und Projektbudget. Honorare kalkulieren, begründen und verhandeln
Von und mit: Anika Maßmann
Honorare festlegen, vor allem im Rahmen von Antragskalkulationen, fühlt sich für viele Kulturarbeitende erst einmal nach Raten an. Und bei der Orientierung an den Empfehlungen zu Honoraruntergrenzen, vergessen die meisten, dass es Untergrenzen sind. Dabei gibt es belastbare Methoden, um einen eigenen Stunden-, Tages- oder Wochensatz zu berechnen, der die eigene Lebensrealität tatsächlich abbildet. Dieser Workshop setzt deswegen bei der Frage an, was die eigene Arbeit kostet und wert ist. Neben der konkreten Kalkulation geht es um die strukturelle
Dimension von Honorarverhandlungen im Projektkontext: Was bedeutet „fair pay“ in der Kulturarbeit wirklich? Und wie können alle Beteiligten dazu beitragen?
Am Ende gibt der Workshop Teilnehmenden beides mit: Zahlen, mit denen sie arbeiten können, und Argumente, mit denen sie verhandeln können.
23.9., 13:30-15:30 Uhr | Sichtbar werden – mit einer starken Internetpräsenz neue Kund*innen gewinnen
Von und mit: Ruth Hundsdoerfer, berlin acts
Die Teilnehmenden entwickeln eine realistische Vorstellung davon, wie ihre Internetpräsenz sie bei der Akquise unterstützen kann. Sie lernen, zwischen notwendigen, sinnvollen und optionalen Maßnahmen zu unterscheiden und ihre begrenzten Ressourcen gezielt einzusetzen. Ziel ist es, Lust auf die eigene Außendarstellung zu machen – ohne den Eindruck zu vermitteln, dass dafür ständig neue Inhalte produziert oder zahlreiche Plattformen parallel bespielt werden müssen.
28.9., 10:00-12:00 Uhr | Sichtbar werden – mit einer starken Internetpräsenz neue Kund*innen gewinnen
Von und mit: Ruth Hundsdoerfer, berlin acts
Die Teilnehmenden entwickeln eine realistische Vorstellung davon, wie ihre Internetpräsenz sie bei der Akquise unterstützen kann. Sie lernen, zwischen notwendigen, sinnvollen und optionalen Maßnahmen zu unterscheiden und ihre begrenzten Ressourcen gezielt einzusetzen. Ziel ist es, Lust auf die eigene Außendarstellung zu machen – ohne den Eindruck zu vermitteln, dass dafür ständig neue Inhalte produziert oder zahlreiche Plattformen parallel bespielt werden müssen.
30.9., 14:00-17:00 Uhr | Selbstständig als Theaterschaffende*r: Steuern, Rechtsformen, Finanzplanung und Künstlersozialkasse – die Grundlagen für die unternehmerische Seite der Kunst
Von und mit: Alexa Jünkering
Die künstlerische Arbeit steht im Mittelpunkt – zugleich bewegen sich selbstständige Theaterschaffende in einem rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Rahmen. Das Webinar vermittelt praxisorientiertes Grundlagenwissen zu den wichtigsten Anforderungen der Selbstständigkeit: von steuerlichen Pflichten und dem
Umgang mit Einnahmen, Ausgaben und Gewinnen bis hin zur Bedeutung einer vorausschauenden Finanzplanung für die wirtschaftliche Stabilität des eigenen künstlerischen „Unternehmens“.
Ein weiteres Thema ist die Künstlersozialkasse (KSK): Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über das System der Künstlersozialversicherung, die Voraussetzungen der Versicherungspflicht, relevante Prüfverfahren sowie die Grundlagen der Künstlersozialabgabe für Verwerter künstlerischer Leistungen.
Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit den steuerlichen und wirtschaftlichen Anforderungen der Selbstständigkeit zu gewinnen und die eigene künstlerische Tätigkeit professionell zu führen.
1.10., 9:00-12:00 Uhr | Rechtsformen in der freien Kulturarbeit
Von und mit: Agentur für fast alles
Welche Rechtsformen kommen für Freischaffende und freie Zusammenschlüsse in der Kulturarbeit grundsätzlich infrage? Was unterscheidet Einzelunternehmer, Vereine, GbRs, UGs, gGmbHs und GmbHs voneinander? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich mit Blick auf Haftung, Verantwortung, Verwaltung, Förderfähigkeit, Gemeinnützigkeit und Zusammenarbeit? Welche typischen
Fehler treten bei der Wahl oder Nutzung von Rechtsformen auf?
Der Workshop bietet eine praxisorientierte Einführung in verschiedene Rechtsformen und ihre Bedeutung für freie künstlerische Arbeit. Anhand typischer Situationen aus der freien Szene werden Unterschiede, Fallstricke und Entscheidungskriterien sichtbar gemacht. Auch hier gilt: Der Workshop bietet Orientierung und Erfahrungswissen, ersetzt aber keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.
Anmeldung für die Workshops
Dokumente zur Antragstellung
Gagenzusammenstellung
In der Gagenzusammenstellung geben Sie alle zu fördernden Honorare und geplanten Veranstaltungen ein. Bei Fragen zum Ausfüllen der Gagenzusammenstellung lesen Sie bitte die darin enthaltenen Hinweise und die FAQs.
+++ Die Gagenzusammenstellung wurde am 07.07.2025 und 17.04.2025 aktualisiert. Es gibt nun drei Reiter (Honorverträge ohne KSA | Honorverträge mit KSA | Arbeitsverträge). Bitte nur den/die zutreffenden Reiter ausfüllen. +++
Checkliste Antragstellung
In diesem Dokument wird aufgelistet, welche Anlagen Sie für einen vollständigen Antrag benötigen.
Veranstaltungsliste
Vorlage zur Auflistung der durchgeführten Vorstellungen in den Jahren 2023 und 2024. Diese Zusammenstellung dient der Darstellung kontinuierlichen Programms für junges Publikum.
Sollten Sie eine andere Möglichkeit haben, eine Übersicht zu übermitteln, können Sie dies gerne stattdessen nutzen.
FAQ
In den FAQ finden Sie Erläuterungen zur Antragsberechtigung, zum Fördergegenstand, Antworten auf inhaltliche Fragen und Hinweise zur Antragsstellung. Die FAQ werden stetig ergänzt und aktualisiert.
Antragsvorschau
Hier können Sie nachsehen, welche Angaben im Antragsformular abgefragt werden.
Beispiel-Gagenzusammenstellung
So könnte eine ausgefüllte Gagenzusammenstellung aussehen.
Zusatz Gesellschaftervertrag
Hier finden Sie einen Vertragszusatz für Gesellschafter-Verträge als Vorschlag. Damit können Sie die Zeichnungsberechtigung für FAIR P(L)AY festlegen.
Datenschutzinformation
Bitte beachten Sie die Hinweise zum Datenschutz bezüglich der Antragstellung.
Infos & Downloads für Geförderte
Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P)
Die ANBest-P (Stand 28.06.2024) regeln die allgemeinen Bedingungen, unter denen Zuwendungen der öffentlichen Hand für Projekte vergeben werden. Sie sind Bestandteil des FAIR P(L)AY-Fördervertrags.
Fördergrundsätze
Stand 31.03.2025
Diese Fördergrundsätze treten am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft und gelten bis zum 31.12.2026.
Merkblatt für Förderempfänger*innen
Das Merkblatt ist Teil des Fördervertrags. Hier finden Sie wichtige Hinweise für den weiteren Projektverlauf.
Vorlage Mittelabruf
Mit diesem Formular können Sie immer bis zum 15. eines Monats Mittel anfordern. Die Mittel werden dann zum 15. des Folgemonats auf Ihr Konto überwiesen.
HOW TO Verwendungsnachweis Honorarverträge
Anleitung zahlenmäßiger Nachweis + Belegliste
HOW TO Gagenzusammenstellung Honorarverträge
Beispiel-Gagenzusammenstellung Honorarverträge
HOW TO Verwendungsnachweis Arbeitsverträge
Anleitung zahlenmäßiger Nachweis + Belegliste
HOW TO Gagenzusammenstellung Arbeitsverträge
Beispiel-Gagenzusammenstellung Arbeitsverträge
HOW TO Verwendungsnachweis Honorar- und Arbeitsverträge
Anleitung zahlenmäßiger Nachweis + Belegliste
HOW TO Gagenzusammenstellung Honorar- und Arbeitsverträge
Beispiel-Gagenzusammenstellung Honorar- und Arbeitsverträge
Vorlage Verwendungsnachweis
zahlenmäßiger Nachweis und Belegliste
Vorlage Verwendungsnachweis
Sachbericht
Vorlage für GbRs: Entnahme-Beleg
Für jede Ausgabe wird ein Nachweis benötigt. Mit dieser Vorlage können GbRs ihre GbR-Entnahmen dokumentieren und mit dem Verwendungsnachweis ablegen.
Förderhinweis und Logos
Sie sind verpflichtet, auf bestehenden Webseiten und im Vorhaben entstehenden Publikationen (Print, Visuelle Medien) auf die Förderung hinzuweisen: „Gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm FAIR P(L)AY.“ Dem sind die Logos des BKM und der ASSITEJ (darstellende künste und junges publikum) in gleicher Größe hinzuzufügen.
Besetzung der Fachjury
Winnie Karnofka
Winnie Karnofka studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Nach dem Aufbaustudiengang »Interkulturelle Japan-Kompetenz für Hochschulabsolventen« an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Dōshisha Universität Kyōto arbeitete sie als Dramaturgin am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Deutschen Theater in Göttingen und als freie Dramaturgin am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. Im Jahr 2013 wechselte sie an das Theater der Jungen Welt Leipzig und war dort fortan als Dramaturgin und Autorin für junges Publikum und künstlerische Leiterin für internationale Kooperationen tätig.
Seit 2020 leitet sie als Intendantin das Theater der Jungen Welt Leipzig und baut seither mit ihrem Team die künstlerischen Schwerpunkte Tanz und interdisziplinäre Theaterformen, digitales und inklusives Theater für junges Publikum aus und richtet in der Theatervermittlung den Fokus u.a. auf die Erprobung neuer partizipativer Theaterarbeit für ein junges zukunftsgerichtetes Stadttheater.
Melmun Bajarchuu
Melmun Bajarchuu bewegt sich an den Grenzbereichen von Kunst, Theorie und Politik als Denkerin und Diskurspartnerin und übernimmt in kollaborativen künstlerischen Prozessen diverse Rollen, u.a. als critical companion, Kuratorin und Produktionsleitung. Der Wunsch nach Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen sowie die Hinterfragung bestehender Strukturen und dazugehöriger Machtverhältnisse und Ausschlussmechanismen treiben sie an. Ihr besonderes Interesse gilt der Verwebung von Theorien und Praktiken im Kontext poststrukturalistischer, antikolonialer sowie queerfeministischer Fragestellungen.
Aktuell forscht sie zu Praktiken in Performance und Kuration, die historische Verschränkungen mitdenken und die Binarität von Minderheit und Mehrheit aufbrechen sowie zu künstlerischen Ausdrucksformen, in denen die Selbsterzählung minorisierter Positionierungen zentriert wird, insbesondere aus post*migrantischen und mehrfach marginalisierten Perspektiven. Melmun lebt in Berlin, Deutschland.
Stephan Mahn
Stephan Mahn, freischaffender Theatermacher und Performer. Von 2010 bis 2017 studierte er Szenische Künste (B.A.) und Inszenierung der Künste und der Medien (M.A.) an der Stiftung Universität Hildesheim. Als Gründungsmitglied des Theaterkollektivs VOLL:MILCH versteht er Theaterpraxis als Demontage und Montage theatraler Mittel, szenischer sowie nicht-szenischer Ereignisse und gesellschaftlicher Phänomene. Die Inszenierungen des Kollektivs wurden mehrfach ausgezeichnet und waren unter anderem auf der Körber Studio Junge Regie und der Theaterszene Europa zu sehen. Seit 2016 erhält VOLL:MILCH eine Konzeptionsförderung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Er ist Gründungsmitglied der GEHEIMEN DRAMATURGISCHEN GESELLSCHAFT (GDG), einer Gruppe von professionellen Gesprächsanstifter:innen, welche als Künstler:innen und Vermittler:innen aktiv sind und Gespräche über Aufführungen, Theater im Allgemeinen und die Bedingungen und Strukturen für die Produktion und Präsentation von (darstellender) Kunst initiieren. Die GDG erhielt 2023 den ASSITEJ-Preis für ihre Impulse für die darstellenden Künste für junges Publikum. Ein weiterer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt auf partizipativen Inszenierungsprojekten mit nicht-professionellen Darsteller:innen verschiedener Generationen. Diesen waren u. a. am Volkstheater des Badischen Staatstheater Karlsruhe, Theater Bremen, Deutschen Nationaltheater Weimar, Kampnagel Hamburg und dem jungen Theater stellwerk Weimar zu sehen. Seine Inszenierungen wurden zum Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern eingeladen, für den Thüringer Theaterpreis nominiert und mit dem „Nah Dran! – Ein Preis für Demokratietheater“ des Bund Deutscher Amateurtheater ausgezeichnet. Seit 2013 arbeitet er als Referent für die Fortbildung „Theaterpädagogik“ der Spiel- und Theaterwerkstatt Erfurt e. V. in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendpfarramt der EKM. Seit Oktober 2022 ist er Vorstandsmitglied im Thüringer Theaterverband, dem Landesverband der Freien professionellen und nicht-professionellen Theaterszene Thüringens
Ulrike Seybold
Ulrike Seybold ist Geschäftsführerin des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste e. V. Zuvor war sie Teil des Geschäftsführungsteams des Landesverbands Freier Theater in Niedersachsen. Seit 2015 ist sie zudem Vorstandsmitglied des Bundesverbands Freie Darstellende Künste. In diesen Funktionen berät sie Künstler*innen wie Förderer*innen, sitzt mehreren Gremien bei und setzt sich für die Weiterentwicklung der Strukturen und besonders für das Thema „Faire Bezahlung“ in den Freien Darstellenden Künsten ein. Vor ihrer Verbandstätigkeit arbeitete sie viele Jahre freiberuflich als Produktionsleitung und Pressemitarbeiterin für verschiedene Kultur- und Theaterprojekte. Sie studierte an der Ruhruniversität Bochum Publizistik, Geschichte und Politikwissenschaft, absolvierte eine Weiterbildung zur Kulturmanagerin in Neuss und ging parallel journalistischen Tätigkeiten u.a. für die taz und den WDR nach. Das erste Projekt der Freien Darstellen Szene für das Sie noch während ihres Studiums gearbeitet hat, und das die Initialzündung für den weiteren Weg gegeben hat, war übrigens war ein Kinder- und Jugendtheaterfestival.
FAIR P(L)AY Vermittlungsaktionen und Workshops
Im Rahmen von FAIR P(L)AY wird es neben der Förderung von Künstler*innen-Gagen auch Workshops für Theatermacher*innen für junges Publikum und Impulsveranstaltungen für Geldgeber und Gastspielorte geben.
Die Workshops sind ein Angebot für alle Menschen, die aktiv Kinder- und Jugendtheater gestalten. Inhalte sind praktische Themen wie Honorarabrechnung und Budgetierung.
In einer Vermittlungsoffensive werden Impulsvorträge und Veranstaltungen zur Notwendigkeit von Mindesthonorarstandards im Theater für junges Publikum angeboten. Diese Veranstaltungen richten sich besonders an Gastspielorte in Ländern und Kommunen und Geldgeber im Theater für junges Publikum.
Relevanz des Förderprogramms
Hintergrund sind die prekären Arbeitsbedingungen im Theater für junges Publikum. Theater und Künstler*innen arbeiten hier unter besonderen Bedingungen: Kinder- und Jugendtheater eröffnen jungen Menschen Zugänge zu Theater und lösen damit das Recht von Kindern und Jugendlichen auf kulturelle und künstlerische Teilhabe nach der UN Kinderrechtskonvention ein. Viele von ihnen gastieren oft in Bildungseinrichtungen und bringen das Theater direkt in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Das Einbeziehen des Publikums schon im Probenprozess ist meist selbstverständlich, die Reaktionen während einer Aufführung erfolgen oft lautstark und manchmal gnadenlos.
Aber: Die Honorare der Künstler*innen, die für Kinder und Jugendliche arbeiten, werden dieser besonderen und wichtigen Arbeit nicht gerecht. Die Auswertungsstudie „Im Fokus: Freies Kinder- und Jugendtheater. Studien zur Situation 2017-2022“ zum Förderprogramm NEUSTART KULTUR – Junges Publikum der ASSITEJ Deutschland hat gezeigt: der Verdienst der meisten Theaterschaffenden für junges Publikum liegt massiv unter den aktuell geforderten Mindesthonoraren im Bereich Freie Darstellende Künste. Die ASSITEJ startet deshalb das Modellprojekt FAIR P(L)AY mit dem Ziel, Mindesthonorarstandards im Theater für junges Publikum zu etablieren. Ermöglicht wird das Modellprojekt durch die Staatsministerin für Kultur und Medien.
Die Studie kann auf der Webseite von Theater der Zeit online und kostenfrei gelesen werden. Auch die Bestellung eines Exemplars ist über die Seite möglich.
„Das Modellprojekt FAIR P(L)AY wirft ein Schlaglicht auf die eklatante Schieflage in der Lohnstruktur in Kunst und Kultur. Gerade die künstlerische Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen sollte uns eine auskömmliche Vergütung wert sein. Die Bundesregierung hat deshalb Mindesthonorare in den vom Bund geförderten Einrichtungen bereits zur Fördervoraussetzung gemacht. Mit unserer Unterstützung für das Projekt FAIR P(L)AY wollen wir dazu beitragen, dass sich auch über die Bundeseinrichtungen hinaus Mindesthonorare im Theater für junges Publikum etablieren. Damit verbinden wir zugleich den Appell an die Länder und Kommunen, faire Gagen auch in ihre Fördervoraussetzungen verbindlich aufzunehmen.“
Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien, a.D.
Feedback
Wenn Sie allgemeines Feedback, Lob oder Kritik zum Förderprogramm FAIR P(L)AY haben, schreiben Sie uns gerne.
Vielen Dank für Ihr Feedback, Ihre Kritik, Ihre Vorschläge und Ideen!
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Kontakt
Kontakt
069 – 34 87 31 672 6
Telefonische Erreichbarkeit des Projektbüros:
Montag-Donnerstag 10-14 Uhr
Wir möchten uns gerne Zeit für Ihre Fragen zur Antragsstellung nehmen. Schreiben Sie uns gerne eine Mail, damit wir einen Termin für die Beratung vereinbaren können.
ASSITEJ e.V.
FAIR P(L)AY
Schützenstraße 12
60311 Frankfurt am Main
Team ASSITEJ Förderprogramme
Jennifer Köhler (sie/ihr)
Leitung Förderprogramme FAIR P(L)AY und Wege ins Theater
Panda Pauline Arndt (sie/ihr)
Stellvertretende Projektleitung Wege ins Theater
Svenja Käshammer (sie/ihr) Sachbearbeitung Förderprogramme FAIR P(L)AY und Wege ins Theater
Nicola Neumann (sie/ihr) Sachbearbeitung Förderprogramme FAIR P(L)AY und Wege ins Theater
Rieke Weber (sie/ihr) Sachbearbeitung Förderprogramme FAIR P(L)AY und Wege ins Theater