FAIR P(L)AY
Modellprojekt für faire Bezahlung im professionellen Theater für junges Publikum
Ermöglicht durch eine Förderung der Staatsministerin für Kultur und Medien in Höhe von 1,5 Millionen Euro fördert die ASSITEJ in den Jahren 2025/2026 die Zahlung von Mindesthonoraren im professionellen Kinder- und Jugendtheater.
Die Förderung FAIR P(L)AY richtet sich an freie Theater für junges Publikum und Veranstaltungsorte bzw. freie Ensembles, die Theater für junges Publikum zeigen und mit freien Gruppen und/oder einzelnen freien Theatermacher*innen zusammenarbeiten. Alle Formen der Darstellenden Künste für junges Publikum wie Schauspiel, Musiktheater, Figuren- und Objekttheater, Tanz und Performance sowie Mischformen sind förderfähig.
Förderrichtlinie
Hier finden Sie die Förderrichtlinie für FAIR P(L)AY zum Download.
+++ Die Antragstellung ist von 31. März bis 27. April 2025 möglich und wird auf dieser Seite freigeschaltet +++
Infos & Beratungstermine
Dokumente zur Antragsstellung
Weitere Dokumente zur Antragsstellung, wie die Gagenzusammenstellung, die Eigenerklärung und die Veranstaltungsliste folgen in Kürze.
Antrag stellen
An dieser Stelle können Sie ab 31. März 2025 den Antrag stellen.
FAIR P(L)AY Vermittlungsaktionen und Workshops
Im Rahmen von FAIR P(L)AY wird es neben der Förderung von Künstler*innen-Gagen auch Workshops für Theatermacher*innen für junges Publikum und Impulsveranstaltungen für Geldgeber und Gastspielorte geben.
Die Workshops sind ein Angebot für alle Menschen, die aktiv Kinder- und Jugendtheater gestalten. Inhalte sind praktische Themen wie Honorarabrechnung und Budgetierung.
In einer Vermittlungsoffensive werden Impulsvorträge und Veranstaltungen zur Notwendigkeit von Mindesthonorarstandards im Theater für junges Publikum angeboten. Diese Veranstaltungen richten sich besonders an Gastspielorte in Ländern und Kommunen und Geldgeber im Theater für junges Publikum.
Relevanz des Förderprogramms
Hintergrund sind die prekären Arbeitsbedingungen im Theater für junges Publikum. Theater und Künstler*innen arbeiten hier unter besonderen Bedingungen: Kinder- und Jugendtheater eröffnen jungen Menschen Zugänge zu Theater und lösen damit das Recht von Kindern und Jugendlichen auf kulturelle und künstlerische Teilhabe nach der UN Kinderrechtskonvention ein. Viele von ihnen gastieren oft in Bildungseinrichtungen und bringen das Theater direkt in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Das Einbeziehen des Publikums schon im Probenprozess ist meist selbstverständlich, die Reaktionen während einer Aufführung erfolgen oft lautstark und manchmal gnadenlos.
Aber: Die Honorare der Künstler*innen, die für Kinder und Jugendliche arbeiten, werden dieser besonderen und wichtigen Arbeit nicht gerecht. Die Auswertungsstudie „Im Fokus: Freies Kinder- und Jugendtheater. Studien zur Situation 2017-2022“ zum Förderprogramm NEUSTART KULTUR – Junges Publikum der ASSITEJ Deutschland hat gezeigt: der Verdienst der meisten Theaterschaffenden für junges Publikum liegt massiv unter den aktuell geforderten Mindesthonoraren im Bereich Freie Darstellende Künste. Die ASSITEJ startet deshalb das Modellprojekt FAIR P(L)AY mit dem Ziel, Mindesthonorarstandards im Theater für junges Publikum zu etablieren. Ermöglicht wird das Modellprojekt durch die Staatsministerin für Kultur und Medien.
Die Studie kann auf der Webseite von Theater der Zeit online und kostenfrei gelesen werden. Auch die Bestellung eines Exemplars ist über die Seite möglich.
„Das Modellprojekt FAIR P(L)AY wirft ein Schlaglicht auf die eklatante Schieflage in der Lohnstruktur in Kunst und Kultur. Gerade die künstlerische Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen sollte uns eine auskömmliche Vergütung wert sein. Die Bundesregierung hat deshalb Mindesthonorare in den vom Bund geförderten Einrichtungen bereits zur Fördervoraussetzung gemacht. Mit unserer Unterstützung für das Projekt FAIR P(L)AY wollen wir dazu beitragen, dass sich auch über die Bundeseinrichtungen hinaus Mindesthonorare im Theater für junges Publikum etablieren. Damit verbinden wir zugleich den Appell an die Länder und Kommunen, faire Gagen auch in ihre Fördervoraussetzungen verbindlich aufzunehmen.“
Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien
Kontakt
Kontakt
069 – 34 87 31 672 6
Telefonische Erreichbarkeit des Projektbüros:
Montag-Donnerstag 10-14 Uhr
Wir möchten uns gerne Zeit für Ihre Fragen zur Antragsstellung nehmen. Schreiben Sie uns gerne eine Mail, damit wir einen Termin für die Beratung vereinbaren können.
ASSITEJ e.V.
FAIR P(L)AY
Schützenstraße 12
60311 Frankfurt am Main
Team ASSITEJ Förderprogramme
Jennifer Köhler (sie/ihr)
Leitung Förderprogramme FAIR P(L)AY und Wege ins Theater
Panda Pauline Anrdt (sie/ihr)
Stellvertretende Projektleitung Wege ins Theater
Julia Abdennadeur (sie/ihr)
Projektbuchhaltung Wege ins Theater
Svenja Käshammer (sie/ihr) Sachbearbeitung Förderprogramme FAIR P(L)AY und Wege ins Theater
Nicola Neumann (sie/ihr) Sachbearbeitung Förderprogramme FAIR P(L)AY und Wege ins Theater
Rieke Weber (sie/ihr) Sachbearbeitung Förderprogramme FAIR P(L)AY und Wege ins Theater