Deutsches Kinder-Theater-Fest mit Fachaustausch 2026
in Köln
Das 11. Deutsche Kinder-Theater-Fest findet vom 24. bis 27. September 2026 in Köln auf dem Zirkusgelände von LATIBUL Theater- und Zirkuspädagogisches Zentrum Köln statt.
Kinder von 6 bis 12 Jahren zeigen ihre Stücke und wir alle – Kinder und Erwachsene – reflektieren das Theatererlebnis. Gastgeber des Festes ist der Bundesverband Theaterpädagogik und wir – darstellende künste & junges publikum – konzipieren und organisieren den begleitenden Fachaustausch.
Das 11. Deutsche Kinder-Theater-Fest lädt ein – unter dem Motto „Auf nach Utopia!“
Intergenerationaler Fachaustausch: Wer lenkt Utopia?
Ein intergenerationaler, interaktiver Fachaustausch zu Macht und Mitbestimmung im Theater
25.-27. September 2026, LATIBUL Köln
[unten: Text in einfacher Sprache]
Was dürfen Kinder und was dürfen Erwachsene bestimmen, wenn sie gemeinsam Theater machen? Wie kommen wir zu Entscheidungen, wenn Kinder und Erwachsene zusammenarbeiten? Wer weiß wann mehr? Was brauchen Erwachsene, wenn sie mit Kindern Theater machen? Und was wäre anders, wenn Kinder alleine Theater machen würden?
Kommt nach Utopia und forscht mit!
Wir sind neugierig, wie Eure Theaterstücke entstanden sind und wie bei Euch Kinder und Erwachsene zusammenarbeiten.
Programmpunkte
Besuch der Kindertheater-Gastspiele
Herzlichen Glückwunsch an alle eingeladenen Gastspiele!
- Platt’n Studio 8+ Oldenburg mit „Lyros, Lügos, Flunkeniusunannerlögen“
- D’Haus Stadt:Kollektiv Kinderclub Düsseldorf mit „Hinter Glas“
- Theaterkurs 1 Theater Pfütze Nürnberg mit „Mach die Fliege! Abschiednehmen für Anfänger“
- Theater AG der Schule Am Südpark Erfurt mit „Rotkäppchen“
- Zirkus Kunterbunt Herzogenrath mit „Flori und Tom. Weißt du noch?“
- Off Beats, ATZE Msuiktheater mit „Alles hat ein Ende…aber das Haus hat keins?!“
Intergenerationale Workshops
LENKRAD TAUSCH oder wer lenkt hier wen?
Was denken Kinder über Erwachsene und Erwachsene über Kinder? Wer lenkt wen und warum? Was passiert, wenn wir Kontrolle und Macht abgeben? Lasst Euch überraschen!
Im LENKRAD TAUSCH laden wir Kinder und Erwachsene ein zu kleinen Performance Experimenten. Gemeinsam dürft Ihr Neues ausprobieren. Ihr dürft Euch spielerisch herausfordern. Alle dürfen mal lenken und gelenkt werden. Was macht mehr Spaß? Kontrolle behalten oder abgeben?
ICH SAGE WAS, WAS DU AUCH SAGST
Was passiert, wenn junge Menschen aussprechen, was Erwachsene über sie sagen? Und wenn Erwachsene aussprechen, was junge Menschen über sie sagen?
Wie verändert der Perspektivwechsel das Gesagte? Welcher Raum dazwischen wird hör- und sichtbar?
Hier habt ihr die Lizenz zum Nachmachen! Im Laufe der ersten Tage sammeln wir Stimmen und Perspektiven von Erwachsenen und Kindern. Nun erforschen wir gemeinsam mit euch szenisch und performativ diese Stimmen. Zum Abschluss am Sonntag um 13 Uhr zeigen wir eine kurze Performance vor Publikum.
Mit:
Christiane Alfers ist Theaterpädagogin und leitet das Junge Theaterlabor des TheaterGrueneSosse. In Workshops und Fortbildungen, auch beim Internationalen Festival “Starke Stücke” oder der Jungen Theaterwerkstatt am Zoo, stiftet sie dazu an, Theater zu erforschen und entwickelt mit jungen Menschen eigene partizipative Projekte und Produktionen.
Kim Willems ist Regisseur u.a. bei willems&kiderlen und M O N S T R A, systemischer Berater und aktiv im Netzwerk Forschung im Kinder- und Jugendtheater. Er leitet das Junge Theaterlabor des TheaterGrueneSosse und entwickelt regelmäßig partizipative Performance- und Stadtraum-Projekte, in denen Kinder und Jugendliche mit künstlerischen Mitteln das Theater und die Welt erforschen.
Kraken Kiosk – ein Begegnungs- und Dialograum für mehr Austausch und Miteinander
Der Kraken Kiosk im Utopischen Rathaus ist ein Begegnungs- und Dialograum für mehr Austausch und Miteinander. Hier begrüßt euch die freundliche Theke des Performance Verleihs und vergibt kleine ‘Experimente to go’ zum Ausleihen und Neues ausprobieren. Lasst Euch von fremden Stimmen durch das Gelände des LATIBUL leiten, erschafft ein gemeinsames Kunstwerk oder macht euch kleine Zeitgeschenke! Bezahlt wird an der Theke mit euren Antworten. Wir interessieren uns dafür, wie ihr in euren Stücken zusammenarbeitet. Der Deal: Ihr antwortet und bekommt von uns ein ‘Experiment to go’. Kommt vorbei!
Mit:
Christiane Alfers ist Theaterpädagogin und leitet das Junge Theaterlabor des TheaterGrueneSosse. In Workshops und Fortbildungen, auch beim Internationalen Festival “Starke Stücke” oder der Jungen Theaterwerkstatt am Zoo, stiftet sie dazu an, Theater zu erforschen und entwickelt mit jungen Menschen eigene partizipative Projekte und Produktionen.
Kim Willems ist Regisseur u.a. bei willems&kiderlen und M O N S T R A, systemischer Berater und aktiv im Netzwerk Forschung im Kinder- und Jugendtheater. Er leitet das Junge Theaterlabor des TheaterGrueneSosse und entwickelt regelmäßig partizipative Performance- und Stadtraum-Projekte, in denen Kinder und Jugendliche mit künstlerischen Mitteln das Theater und die Welt erforschen.
Ergebnispräsentation der Begleitforschung zur Vorbereitung der Jury-Arbeit für das DKTF 2026
„Es gab viele Meinungsverschiedenheiten, aber sonst war’s gut“
Wer entscheidet eigentlich, welche Stücke beim Festival zu sehen sind und wie?
Seit dem Jahr 2018 wird die Jury für das Deutsche Kinder-Theater-Fest paritätisch mit Kindern und Erwachsenen besetzt. Alle Jurymitglieder haben dabei das gleiche Stimmrecht. Aber bedeutet das auch, dass alle gleichberechtigt mitsprechen und entscheiden können und wie kann auf eine solche Arbeit vorbereitet werden?
Die von Michael Nnannah und Christoph Lutz-Scheurle durchgeführte Begleitforschung zu der Jury-Arbeit im Jahr 2026 beobachtet den Vorbereitungsworkshop, der im Vorfeld der eigentlichen Jury-Arbeit stattfand und ergänzte diese durch qualitative Interviews mit den Jurymitgliedern.
Die Beobachtung erfolgte nach der Methode der teilnehmenden
unstrukturierten Beobachtung nach Roland Girtler. Die Auswertung der Interviews wurde anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring durchgeführt.
Die Forschungsarbeit gibt Einblicke in die vorbereitende Zusammenarbeit der Festivaljury und geht der Frage nach, wie Partizipation und gemeinsames Entscheiden gelingen kann.
Mit:
Michael C. Nnannah ist Student der Sozialen Arbeit im Profilstudiengang Theater als Soziale Kunst (TaSK) an der Fachhochschule Dortmund. Im Zuge seiner Bachelorarbeit forscht er zum Thema Partizipation im Theater.
Dr. Christoph Lutz-Scheurle tritt im September 2026 die Professur für Theaterpädagogische Handlungsfelder am Institut für Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück am Standort Lingen an. Zuvor war er Professor für Kulturwissenschaften – Kunst und Teilhabe am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften und leitete dort das Profilstudium „TaSK – Theater als Soziale Kunst“. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem
partizipative Strategien im Theater und Theater als sozialkünstlerisches Projekt.
Impuls zu partizipativen Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen in Theaterkontexten
Mit:
Alexandra Owusu wurde 1980 in Hamburg geboren und ist Mutter zweier Kinder. Sie wuchs als Tochter einer deutschen Weißen Mutter und eines Schwarzen Ghanaers in einem isoliertem, benachteiligtem Stadtteil im Hamburger Osten auf. Sie betrachtet sich selbst als intersektional Uberlebende.
In ihrer Arbeit als Theaterpadagogin steht die Frage wie im Theater
institutionelle Macht- und Rassismusstrukturen nicht nur sichtbar gemacht werden konnen, sondern, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen tatsachlich verandert und neu gestaltet werden konnen? Dabei spielen auch intergenerationeller Dialog und Partizipation eine immanente Rolle. Sie hinterfragt Hierarchien und setzt sich in der Theaterarbeit mit eurozentristischen und weiße Dominanzstrukturen auseinander. So begleitet sie beispielsweise den Kinderbeirat „Die Theaterberater*innen“ im Fundus Theater Hamburg, indem Kinder der globalen Mehrheit im Alter von 8-12 Jahren das Theater beratend und kritisch-refektierend begleiten.
Im Rahmen des bundesweiten Modellprogramms „Ubermorgen-neue
Modelle fur Kulturinstitutionen“ (Kulturstiftung des Bundes) begleitet
Alexandra Owusu das Fundus Theater auf seinem Weg zum
„Kompetenzzentrum fur Kinderpartizipation und intergenerationellen Dialog“. Bis zum Sommer 2026 leitete sie den Jugendclub EmPower am Ernst Deutsch Theater und arbeitet fortwahrend in verschiedenen Formaten als Theaterpadagogin.
Beim intergenerationalen Fachaustausch „Wer lenkt Utopia?“ wird sie von Ihrer Arbeit aus Schwarzer, afro-deutscher Perspektive berichten.
Abschluss Happening
Beim großen Abschluss Happening feiern wir den Perspektivwechsel und lauschen Euren Stimmen.
Text in einfacher Sprache
Theater von Kindern und Erwachsenen
Treffen beim Deutschen Kinder-Theater-Fest 2026 in Köln
25. bis 27. September 2026, LATIBUL Köln
Kinder und Erwachsene machen zusammen Theater.
Dabei stellen sie sich wichtige Fragen:
- Was dürfen Kinder entscheiden?
- Was dürfen Erwachsene entscheiden?
- Wie treffen wir gemeinsam Entscheidungen?
- Wer weiß wann mehr?
- Was brauchen Erwachsene für die Arbeit mit Kindern?
- Was wäre anders, wenn Kinder alleine Theater machen?
Kommt nach Utopia und macht mit!
Das Treffen dauert drei Tage. Dort gibt es:
- Theaterstücke von Kindern zum Anschauen
- Workshops für Kinder und Erwachsene zusammen
- kurze Vorträge und Gespräche
- den UTOPIA CUBE – ein Ort zum Treffen, Reden und Austauschen
- Mitmach-Angebote
Dort könnt ihr kleine Experimente ausleihen und Neues ausprobieren.
Zum Beispiel:
- Lasst euch von Stimmen über das Gelände führen
- Macht gemeinsam ein Kunstwerk
- schenkt euch kleine Momente Zeit
Wir möchten wissen:
Wie entstehen eure Theaterstücke?
Wie arbeiten Kinder und Erwachsene bei euch zusammen?
Am Ende gibt es ein großes Abschlussfest.
Dort feiern wir neue Sichtweisen und hören eure Stimmen.
Wer organisiert das?
Christiane Alfers ist Theaterpädagogin.
Sie arbeitet im Jungen Theaterlabor von TheaterGrueneSosse.
Sie macht Workshops und Projekte mit jungen Menschen.
Dort erforschen sie gemeinsam das Theater.
Kim Willems ist Regisseur und Berater.
Auch er arbeitet im Jungen Theaterlabor.
Er entwickelt Projekte mit Kindern und Jugendlichen.
Darin erforschen sie Theater und die Welt mit künstlerischen Mitteln.
Verantwortlich für das Treffen sind:
ASSITEJ Deutschland und das Kinder- und Jugendtheaterzentrum (KJTZ).
In Kooperation mit
Anmeldung Fachaustausch
Der Anmeldezeitraum für den Fachaustausch ist beendet. Die Plätze für den Fachaustausch sind begrenzt und werden in der Reihenfolge des Eingangs vergeben. Alle, die das Formular ausgefüllt haben, erhalten eine Benachrichtigung per E-Mail.
Personen, die sich nach dem 14.8. angemeldet haben, sind auf der Warteliste. Wir prüfen derzeit die Kapazitäten.
Bewerbung
Die Bewerbungsphase für das Deutsche Kinder-Theater-Fest 2026 ist abgeschlossen. Bewerbungen konnten bis zum 15. Mai 2026 online eingereicht werden. Danke an alle Interessierten!